Bei dem The Rogue Prince of Persia Loop grin ich die Flemm – Review

The Rogue Prince of Persia
The Rogue Prince of Persia

Die 90er Arcade unn die heutige Rogue hann en krasses Kind bekomm unn es is einfach nur frech. Wer in The Rogue Prince of Persia™ scheitert, fliegt glorreich uff die Schnauz unn wird dafür aa noch mit Fortschritt belohnt.

Bewertung des Redakteurs:
4

Wenn Sterben plötzlich Teil des Plans ist

Das von Kritikern gefeierte Roguelite Action Adventure Plattformer The Rogue Prince of Persia™ für PlayStation 5, Nintendo Switch und Switch 2 raubt uns mit jedem Versagen zuverlässig den letzten Nerv. Und genau im selben Moment fühlt sich dieser Frust irgendwie trotzdem belohnend an.

Fubbes? Nicht wirklich, doch lasst mich erklären.

The Rogue Prince of Persia™ verbindet klassisches Prince of Persia Feeling mit modernen Roguelite Elementen und zwingt uns dazu, Fehler nicht nur zu akzeptieren, sondern aktiv daraus stärker zu werden. Genau das macht den Einstieg gleichzeitig frustrierend und verdammt motivierend.

Scheitern, aufstehen und direkt nochmal rein

Ohne Umschweife starten wir in das tragische Geschehen von The Rogue Prince of Persia und müssen feststellen, dass wir beim Angriff der Hunnen eigentlich längst ins Gras gebissen haben. Dumm nur, dass der Zauber unserer Halskette andere Pläne hat und uns nach jedem Tod genau zu dem Moment zurückschleudert, an dem wir unseren ersten Tod gestorben sind.

Damit sind wir auch die Einzigen, die von diesem Loop wissen, und verwirren regelmäßig unsere Verbündeten und erst recht unsere Feinde mit Wissen, das wir eigentlich gar nicht haben sollten. Frei nach dem Motto „Und täglich grüßt das Murmeltier“ stürzen wir uns immer wieder in den nächsten Run, arbeiten uns Stück für Stück weiter vor, farmen Ressourcen und verbessern unsere Werte.

Jeder Tod wirft uns zwar zurück an den Start, aber eben nicht komplett ins Nichts. Wir lernen aus Fehlern, verwalten unsere Ressourcen und werden mit jedem Versuch ein Stück stärker. Genau dieser Fortschritt macht das Scheitern nicht frustrierend, sondern fast schon süchtig.

Mit jedem Run ändern sich Dialoge und Wege, doch unsere wichtigste Waffe bleibt die eigene Beweglichkeit. Wir meistern flüssige Kämpfe, akrobatische Parkour Passagen und schnelle Reaktionen, während wir das Königreich erkunden und versuchen, unsere Fehler Stück für Stück wieder geradezubiegen.

Natürlich darf auch ein ordentliches Arsenal nicht fehlen. Mit über 100 Waffen und Medaillen zum Entdecken, Freischalten und Meistern finden wir nach und nach unsere eigenen Favoriten. In jedem Loop passen wir unsere Ausrüstung neu an, verbessern Builds und suchen genau die Kombination, die unseren Spielstil am besten unterstützt.

Kein Durchlauf fühlt sich wirklich gleich an. Dialoge verändern sich, Erzählungen entwickeln sich weiter und auch die Schwierigkeit zieht spürbar an. Genau diese ständigen Veränderungen halten die Motivation hoch, weil jeder neue Run das Gefühl vermittelt, dass diesmal vielleicht wirklich alles anders läuft.

Und ja, ganz nebenbei retten wir natürlich noch Familie, Volk und Königreich. Aber erst nach dem nächsten Versuch. Vielleicht.

Schnell auf die Finger, langsam auf die Geduld

Auch wenn man das Spiel zwischendurch problemlos gegen die Wand werfen könnte, liegt das erfreulicherweise selten an Bugs oder technischen Problemen, sondern meistens einfach an der eigenen Inkompetenz. Ruckler, Eingabeverzögerungen oder grobe technische Aussetzer lassen sich kaum feststellen.

Die Steuerung reagiert sauber, präzise und genau so direkt, wie ein Spiel dieser Art es braucht. Gerade bei schnellen Kämpfen und Parkour Sequenzen wäre alles andere auch ungefähr so sinnvoll wie Flip Flops beim Bergsteigen.

Allerdings glänzt The Rogue Prince of Persia™ mit Ladezeiten, in denen man problemlos Dinge im Haushalt erledigen kann, die man sonst monatelang ignoriert. Wäsche zusammenlegen, Küche wischen oder direkt das Wohnzimmer renovieren, alles machbar. Danach ist der nächste Run vielleicht auch schon geladen.

Retro Seele mit modernem Tritt in die Rippen

Auch wenn es bereits einige Teile des Prinzen gibt, hebt sich The Rogue Prince of Persia™ angenehm aus der Masse hervor. Die Grafik ist bewusst einfacher gehalten, wirkt aber stilistisch stark und passt perfekt zum schnellen Spielfluss. Der Sound ist sauber auf Umgebung und Situationen abgestimmt und unterstützt das Spielgefühl genau dort, wo es soll.

Trotz moderner Roguelite Mechaniken trägt das Spiel spürbar diese alte Prince of Persia Seele in sich. Es fühlt sich vertraut an, ohne altbacken zu wirken, und verbindet Retro Charme mit heutigen Komfortfunktionen überraschend gut.

Wer also Heimweh nach der guten alten Zeit hat, aber trotzdem nicht auf moderne Raffinessen verzichten möchte, wird hier ziemlich schnell fündig. Und auch Fans der Reihe bekommen mit dem Zeit Loop und dem Spielgefühl genau das, was sie sich vermutlich erhofft haben.

Was geil ist und was nervt

Auch wenn es schon im Titel steht und man eigentlich weiß, worauf man sich einlässt, fühlt man sich anfangs von der Schwierigkeit gerne mal komplett im Stich gelassen. Das Spiel nimmt uns nicht an die Hand, sondern eher am Kragen und wirft uns freundlich lächelnd direkt in die nächste Katastrophe.

Doch genau darin liegt auch die größte Stärke. Es dauert seine Zeit, bis man sich eingewöhnt hat, aber sobald man drin ist, packt einen dieser Ehrgeiz mit jedem Loop besser zu werden, weiter zu kommen und den letzten Run endlich zu übertreffen.

Motivierend ist vor allem, dass Fortschritt trotz Scheitern spürbar bleibt. Jeder Tod nervt, aber keiner fühlt sich komplett umsonst an. Und genau das hält uns länger am Bildschirm, als wir eigentlich zugeben wollen.

Stärken:

  • motivierender Fortschritt trotz ständigem Scheitern
  • starkes Movement mit flüssigem Kampf und Parkour
  • abwechslungsreiche Runs durch Build Vielfalt

Schwächen:

  • hoher Schwierigkeitsgrad frustriert am Anfang stark
  • Ladezeiten ziehen unnötig in die Länge
  • wiederholte Runs können mental ordentlich drücken

Für wen lohnt sich der Loop?

Für Kenner von Rogue Games ist The Rogue Prince of Persia™ ein richtig starker Zeitfresser, den man nicht einfach nur spielt, sondern irgendwann regelrecht verflucht und trotzdem wieder startet. Genau das ist meistens ein gutes Zeichen.

Neulinge werden hier deutlich mehr kämpfen müssen und öfter im Loop feststecken, als ihnen lieb ist. Gerade wenn man kurz vor dem Ziel das Zeitliche segnet, schwindet die Motivation schneller als unser letzter Lebensbalken.

Auch wenn der Fortschritt bleibt und wir stärker zurückkommen, bleibt dieser kleine fiese Gedanke im Hinterkopf: Alles nochmal. Jeder Gegner. Jeder Boss. Jede dumme Entscheidung.

Das kann brutal motivieren oder einen komplett aus der Bahn werfen. Meistens beides gleichzeitig.

Weitere Reviews und Eindrücke zu starken Roguelites warten bereits an anderer Stelle.

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