Regions of Ruin: Runegate – Review
Regions of Ruin: Runegate
Zwische Zwergenchaos, Runenmagie unn enem Sprachstil, der anfangs noch charmant klingt unn später wie en betrunkener Barde um Aufmerksamkeit kämpft, versteckt sich überraschend viel Motivation.
3.5
Dreckije Fantasy, Rune unn Zwergenprobleme
Mit Regions of Ruin: Runegate liefere Gameclaw Studio unn Raw Fury en Action RPG mit Survival, Uffbau unn Roguelite Elemente ab, das die bekannte Welt vun Regions of Ruin weiter ausbaut. Uff PC via Steam kämpfe mir uns durch gefährliche Gebiete, sammle Ressourcen, verbessere unser Ausrüstung unn versuche zwische Goblins, Ruine unn jeder Menge Zwergenprobleme irgendwie net druffzugehe.
Dabei setzt Regions of Ruin: Runegate deutlich stärker uff Koop, Crafting unn widderholbare Expeditione als der Vorgänger. Statt ener riesije offene Welt stehe diesmal klänere Regionen, Runegates unn der Widderuffbau ener zerstörte Zwergesiedlung im Mittelpunkt. Klingt erschtmol nach Arbeit. Is es aa. Nur irgendwie uff die spaßije Art.
Rune, Loot unn gepflegte Zwergenprobleme
Im Kern dreht sich in Regions of Ruin: Runegate alles um Erkundung, Kämpfe, Ressourcen unn stetije Fortschritt. Mir reise durch unterschiedliche Gebiete, erledije Gegner, sammle Materialien unn versuche unser Ausrüstung Stück für Stück auszubaue, damit mir bei de nächste Ausflüje net direkt widder wie en nasser Sack Kartoffele zusammenklappe.
Besonders motivierend bleibt dabei das Runensystem. Durch unterschiedliche Kombinatione passe mir Fähigkeiten unn Spielweise flexibel an unn baue unsern Zwerg immer weiter in die Richtung aus, die uns grad am meiste zusaat. Mol renne mir mit dicke Waffe frontal in alles nei, was Zähn hat. Mol setze mir eher uff defensive Spielweise orer Buff Kombinatione, die Gegnern den Tach ruiniere.
Zusätzlich warte Händler, Crafting Möglichkeiten, Skill Trees unn immer stärkere Gegnertypen uff uns. Genau dadurch entsteht dieses gefährliche „ich geh nur noch kurz ins nächste Gebiet“ Gefühl. Kaum hat ma bessere Ausrüstung gefunn orer en neue Rune freigeschaltet, will ma direkt wisse, was passiert, wenn ma noch en Ebene weiter geht. Unn noch eine. Unn noch eine. Plötzlich is der Kaffee kalt unn ma diskutiert mit Goblins iwwer Gewalt.
Besonders motivierend bleibt außerdem der Widderuffbau der Zwergesiedlung. Neue Gebäude schalte weitere Funktione frei, liefere Ressourcen orer verbessere die Möglichkeiten beim Crafting. Dadurch fühlt sich Fortschritt net nur wie en Zahl im Menü an, sondern wird direkt sichtbar. Aus Trümmer wird langsam widder en richtige Heimat. Mit meh Hämmer. Unn deutlich meh Bart.
Wenn der Zwerg erscht mol laafe lernt
Technisch läuft Regions of Ruin: Runegate insgesamt angenehm stabil. Größere Ruckler, Abstürze orer gravierende Bugs sinn während dem Test kaum ufffalle unn aa in chaotischere Kämpfe bleibt der Spielfluss sauber.
Die Steuerung braucht allerdings ebbes Eingewöhnung. Grad zu Beginn wirke Bewegungen unn Kämpfe leicht hakelig, bis ma verstanden hat, wie Timing, Ausweiche unn Fähigkeiten zusammenspiele. Die erschte Minute fühle sich stellenweis so an, als hätt unser Zwerg vergesse, wie Been funktioniere. Nach en paar Runs läuft das Ganze allerdings deutlich runder unn geht spürbar besser vun der Hand.
Ebbes schade bleibt das Inventar. Neue Waffe unn Ausrüstung losse sich zwar prüfe, direkte Vergleiche mit dem aktuell ausgerüstete Gegenstand fehle allerdings. Statt sofort zu sehe, ob das neue Schwert wirklich besser is, sitzt ma öfter do unn vergleicht Werte wie en mürrischer Zwergen Buchhalter kurz vor Feierabend.
Besonders im Koop entfaltet das Kampfsystem später deutlich meh Chaos unn Spaß, weil Kämpfe mit mehrere Spieler dynamischer werde unn ma net ständig alleene sämtliche Probleme der Zwergenwelt löse muss.
Betrunkene Barde unn düstere Ruine
Optisch bleibt Regions of Ruin: Runegate seinem raue Fantasy Stil treu. Die Gebiete wirke düster, verlassen unn gleichzeitig angenehm atmosphärisch, ohne komplett uff Hochglanzoptik setze zu müsse. Grad Fans klassische Indie RPGs dürfte sich hier schnell dehemm fühle.
Die Pixel Grafik besitzt dabei deutlich meh Charme, als ma uff den erschte Blick vermute würde. Leuchtende Höhle, zerstörte Zwergenanlage, Lagerfeier unn verwitterte Ruine sorge dafür, dass die Welt trotz ihrem eher einfache Stil lebendig wirkt.
Die Musik unn Soundkulisse unterstütze das Abenteuer angenehm, ohne ständig Aufmerksamkeit zu erzwinge. Hämmer klirre, Schmiede arbeite unn Gegner bekomme regelmäßig akustisch bestätigt, dass ihre Entscheidungen heut eher mittelmäßig ware.
Besonders die Sprachgestaltung bleibt allerdings Geschmackssach. Anfangs wirkt die iwwerdrehte Art der Charaktere noch ziemlich charmant unn sorgt tatsächlich für en paar lustije Momente. Mit der Zeit kann genau dieser Stil allerdings ebbes anstrengend werde, weil manche Figure wirke, als hätte sie vor jedem Dialog drei Fässer Met verdrückt unn danach beschlossen, noch lauter zu werde.
Trotzdem besitzt Regions of Ruin: Runegate en klar erkennbare eijene Charakter unn schafft es, diese Mischung aus dreckijer Fantasy, schwarzem Humor unn gemütlichem Koop Abenteuer überraschend gut zusammenzubringe.
Was geil is unn was nervt
Besonders stark bleibt der Gameplay Loop. Kämpfe, loote, crafte, zurück in die Siedlung marschiere, neue Gebäude hochziehe unn dann direkt widder losziehe greife angenehm ineinander. Genau deshalb erwischt einen das Spiel regelmäßig mit enem hinterhältije „nur noch en Gebiet“.
Auch das Runensystem bringt angenehm viel Abwechslung nei unn motiviert dazu, mit unterschiedliche Spielweise herumzuprobiere. Grad im Koop macht das Ganze nommol deutlich meh Spaß, weil aus ener kontrollierte Zwergen Expedition ziemlich schnell organisiertes Fantasy Chaos wird.
Ebbes nervig bleibt allerdings die anfangs gewöhnungsbedürftije Steuerung sowie die Sprachgestaltung, die zwar ihren eijene Charme besitzt, später awer teilweise ebbes zu sehr uff schrullije Tavernen Wahnsinn drückt.
Dazu kumme klänere Komfort Probleme wie das fehlende Vergleichssystem für Ausrüstung unn die teils sprunghafte Schwierigkeit. Manchmal fühlt sich en Gebiet wie en entspannter Spaziergang an. Fünf Minute später wird ma plötzlich vun allem gleichzeitig verprügelt unn fräät sich, ob ma aus Versehe in die falsche Nachbarschaft geloffe is.
Guddes:
- motivierender Gameplay Loop mit viel Progression
- cooles Runensystem mit viele Möglichkeiten
- atmosphärischer Koop mit viel Fantasy Charme
Fubbes:
- Steuerung anfangs leicht hakelig
- Sprachstil später teilweise ebbes anstrengend
- manche Abläufe widderhole sich uff Dauer
Nur noch en Gebiet. Versproche.
Wer uff düstere Fantasy, Crafting, Koop Abenteuer unn motivierende Loot Spirale steht, dürfte mit Regions of Ruin: Runegate definitiv seinen Spaß hann. Besonders Fans vun Indie RPGs mit Uffbau, Survival unn Roguelite Elemente kumme hier schnell uff ihre Koste.
Das Spiel erfindet das Genre zwar net komplett neu, versucht das awer aa gar net. Stattdessen konzentriert sich Runegate uff das, was es wirklich gut kann: Fortschritt sichtbar mache, ständig kläne Ziele liefere unn einen immer widder mit neuem Loot, neue Gebäude orer neue Regionen zurück ins Abenteuer locke.
Trotz kläner Macke bei Steuerung, Komfortfunktione unn Sprachstil bleibt am End en überraschend spaßijes Fantasy Abenteuer übrig, das besonders gemeinsam mit Freunde seine stärkste Momente entfaltet.
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