Deckline Preview: Verstörendes Kartespiel ohne Plan

Deckline

Deckline Preview

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Es gibt ja eh schon kaum noch Sinn für so viel Unendlichkeit uff der Welt. Das Game Deckline denkt sich einfach: „Ach komm, brauch mer net“ – un streicht den Sinn komplett aus em Konzept raus.

Bewertung des Redakteurs:
1.5

Das Psycho-Horror-Kartenspiel Deckline von Room Games liefert vom Start weg bis hin zum überraschend detailreiche un interaktive Menü vor allem eins: komplette Verwirrung.
Machsch du Geschichte un Tutorial an, fliegsch direkt in so nen Dialog rein, den de irgendwie verstehsch… aber halt aa wieder net. Genau wie die Gedanke im Kopp, die sich nur im Kreis drehe, hocke mir plötzlich am Tisch mit unsere Kamerade un starre erstmal dumm in die Gegend, weil mer net so ganz weiß, was jetzt Phase is.

Die Grafik macht das Ganze net besser. Dauerflimmern, dass de selbst ohne empfindlich zu sein irgendwann denkst „jo, mir langt’s jetzt echt“.
Der Typ dir gegenüber babbelt währenddessen genau so en wirre Kram un versucht dir ernsthaft das Spiel zu erkläre.
Wenn mer nix rafft, bleibt aa nix hängen. Also hocke mir do un losse uns das Kartenspiel im Spiel von nem „Insider“ erkläre… warum auch immer das net direkt normal geht.

Was macht mer überhaupt?

Un dann kommt der Knaller: Am End spiele mir einfach Durak.
Ja, genau. Ganz normal Durak.
Das Spiel schafft’s zwar, sich bei de Übersetzung ordentlich zu verhasple, aber wenn mer’s einmal gerafft hat, is das Prinzip eigentlich simpel.

Nachdem uns der halbe Geheimagent da endlich die Regel richtig erklärt hat, konne mir aa endlich spiele, ohne permanent zu raten wie so en Depp.

Durak selbst is schnell erklärt:
2 bis 6 Spieler, jeder kriegt 6 Karten, eine bestimmt den Trumpf. Trumpf macht alles platt. Einer greift an, der nächste muss verteidige. Höher oder Trumpf, sonst nimmste alles mit.
Wenn’s klappt, fliege die Karten raus, wenn net, haste halt Pech gehabt. Danach wird wieder nachgezogen, bis jeder wieder 6 Karten hat.
Ziel: alles loswerde. Wer am Schluss noch Karten hat, verliert… un bei uns wird dem dann einfach das Licht ausgemacht.

Die „besonderen“ Funktionen wie Lampe un Medikamente? Joa… eher so meh.
Das Licht macht einfach alles dunkler. Also wirklich… dunkler. Net spannender, net taktischer – einfach dunkler.
Un die Medikamente? Sollen angeblich Zittern reduziere. Welches Zittern? Gute Frage. Hab ich mich jedes einzelne Match gefragt.

Technik un Steuerung

Die Steuerung is so simpel, dass mer da net viel zu sage muss. Funktioniert, fertig.
Bugs? Joa… offiziell net wirklich.
Aber wenn mer ehrlich is: Licht, das alles dunkler macht, un Medikamente, die nix bringe, könnte mer aa locker als Bug bezeichne.
Oder mer nennt’s halt „gewollt“. Macht’s aber net besser.

Atmosphäre un Präsentation

Intro un Menü mache dir am Anfang richtig Hoffnung.
So nach dem Motto: „Oh, das wird jetzt was Besonderes.“
Un dann startest die Runde… un denkst dir einfach nur: „Ah. Okay. Das war’s jetzt?“
Die Grafik hat zwar so en bisschen Retro-Charme, aber im Spiel fühlt sich das eher wie en Rückschritt an.
Atmosphäre is irgendwie da… aber eher so verwirrend als wirklich packend.

Was taugt’s un was nervt?

Wenn mer einmal gerafft hat, wie das Spiel läuft, dann is Deckline en ganz netter Zeitvertreib für zwischendurch.
So für paar schnelle Runden, wenn mer nix zu tun hat – passt.

Was aber richtig nervt, sin die ständige Unterbrechunge durch Kriegsgeschehen un das ganze Gedöns.
Das reißt dich jedes Mal raus un killt dir die Konzentration.
Vielleicht soll genau das so sein… dann Glückwunsch, hat funktioniert. Wenn net, dann is es einfach nur störend.

Fazit

Deckline is so en Spiel, das entweder bei dir klick macht… oder halt gar net.
Wenn de Bock uff wirre Konzepte hasch un kein Problem damit hasch, erstmal komplett im Nebel zu steh, dann kannste dich da reinfuchse.

Wenn de aber klare Erklärunge, Struktur un en sauberen Einstieg erwartesch, dann wirst hier eher wahnsinnig.
Unterm Strich bleibt en simples Kartenspiel übrig, das für kurze Sessions taugt… aber mehr auch net.

Stärken

  • simples prinzip wenn mer’s mol gerafft hat gut
  • für schnelle runden zwischendurch
  • ungewöhnliches konzept

Schwächen

  • komplett verwirrender einstieg
  • erklärung un tutorial quasi nutzlos
  • features wie licht un medikamente bringe nix
  • atmosphäre eher irritierend als spannend

Wenn euch die Deckline Preview gefallen hat, guckt ruhig aa mol bei unsere andere Previews un Reviews vorbei. Do wart noch mehr Zockstoff.

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