Vampires: Bloodlord Rising – Zwischen Blut-, und Bau-Durst

Vampires Bloodlord Rising Review

Als neuauferstandener Altauferstandener Vampir in Vampires: Bloodlord Rising sauge mer uns net nur durch die Hälse vun unsere Opfer, sondern aach ordentlich an ihre Geldbeutel. Unn weil des allein scheinbar noch net reicht, wird zwischendurch aach gern mol an de Nerven vun de Spielenden genuckelt.

Der Start vum Spiel führt uns erst mol durch e kurze, aber knackige Videosequenz, die uns flott die Vergangenheit erklärt. Gleichzeitig wird die Gegenwart unn das eigentliche Ziel vum Ganzen klar gemacht. Nach der Sequenz spürt mer direkt e paar Skyrim-Vibes unn e Geräuschkulisse, die zwar atmosphärisch is, sich aber hörbar im Loop dreht. Des is zwar e kleiner Dämpfer, wird aber schnell durch die recht verständliche Quest-Reihe unn vereinzelte Konversatione wettgemacht. Do geht’s drum, den Silberschleier zu beseitige, unser Reich wieder uffzubauen unn das Überlewe unserer Gattung zu sichere.

Nach e bissje Eingewöhnung in die Steuerung unn e paar Runde Erkunden merkt mer schnell, dass die Animatione – ob beim Kämpfe oder Jage – doch recht plump wirke unn net grad vor Innovation sprühe. Beim Kampf kann genau die Plumpheit aber sogar e Vorteil sein, weil sich die Gegnermasse neben der kleinen Angriffswarnung besser lese lasse. Je nachdem, was mer an Loot abgreife kann, sollte mer sich direkt an die etwas makabere Soundkulisse der Items gewöhne. Besonders der eigentlich leckere Honig klingt eher nach Matsch als nach Genuss. Neben solche Kleinigkeite, die zwar auffalle, aber den Spielfluss net komplett zerstöre, sin leichte Bugs beim Springe unn Festhalte an Kanten doch e Tick störender. Des kann leider schon mol zu eim unfreiwillige Sturz führe. Zwar gibt’s kei Fallschaden, aber wenn mer in e Spalte voller Silberschleier plumpst, is selbst e Unsterblicher net mehr so locker unsterblich.

Was wiederum e leichtes Schmunzeln auslöse kann, sin fehlende Übersetzunge bei einzelne Items. Knochen für Bauwerke findet mer in freier Wildbahn als „Bones“. Wer e bissje Englisch kann, kommt trotzdem klar. Unn selbst wenn net – die Icons sage meistens deutlich genug, was mer da grad in de Hand hält oder dringend braucht.

Trotz kleinere Schwäche steht Vampires: Bloodlord Rising der Story unn den Möglichkeiten, die das Spiel bietet, in nix groß nach. Aufgaben wie das Füttere vum Nexus sin zwar net kompliziert, aber aach net mal eben in zwei Minute erledigt. Alles braucht sei Zeit. Des gilt fürs Leveln genauso wie fürs Aufwerte vun Fähigkeiten unn Arkana. Während Fähigkeiten nach dem Skill-by-Doing-Prinzip unn durch Bücher in der Welt gesteigert werde könne, braucht mer für Arkana spezielle Gegenstände: Vampirträne unn Träne vum Vampir-Lord. Normale Träne finde sich in kleinere Feindeslager, die großen Varianten eher in Gruften oder größere Lager. Zusätzlich bringt das Leveln selbst ab unn zu aach mol e Träne mit sich.
Aber ganz ehrlich: Des alles rückt schnell in de Hintergrund, sobald mer sich ernsthaft dem Bauen widmet. Ab dem Moment fängt Vampires: Bloodlord Rising richtig an, an de Nerven zu sauge. Bauteile schalte mer entweder durch Gebietsfrei­schaltunge oder einfach durchs Bauen selbst frei. Durch die angenehme Größe vum Gebiet unn die massive Auswahl an Bauteile baut mer net nur e plumpes Schloss. Nee. Mer erschafft Meisterwerke, bei denen fast kei Grenze gesetzt is. Unn genau des frisst Zeit. Viel Zeit.

Alles in allem hat Vampires: Bloodlord Rising seine Schwäche, über die mer hier unn do hinwegsehe kann, aber aach deutliche Stärke. Besonders das Bauelement mit seiner leicht verwirrende, aber gewöhnungsfähige Menüführung sticht raus. E klarer kleiner Catcher für den Anfang, in den mer gern immer wieder reinschaut, um am eigenen Bauwerk weiterzufeile.

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