Hochdeutsche 1:1 Übersetzung
Ich bin mit MIO: Memories in Orbit zwar noch nicht ganz fertig, doch nach vielen Stunden lässt sich in dem MIO:Memories in Orbit Review bereits sagen: Dieses Spiel ist eine echte Hass-Liebe. So wunderschön, liebevoll und kunstvoll Grafik, Design, Musik und Atmosphäre auch sind, genauso gnadenlos ist die Kehrseite.
Man erwacht als MIO, ein wendiger Roboter mit besonderen Fähigkeiten, die im Laufe des Spiels erweitert werden. Man erkundet das Vessel, eine gigantische technologische Arche, überwuchert von Natur und bevölkert von außer Kontrolle geratenen Maschinen, den sogenannten Einheiten. Niemand weiß, warum die Perlen, die großen Einheiten des Vessels, ihren Dienst eingestellt haben. Vom Rest der Welt vergessen, steht das Schiff kurz vor der Abschaltung. In seinen Tiefen sucht man nach verlorenen Erinnerungen, um die eigene Vergangenheit und Bestimmung aufzudecken. In diesem Metroidvania stellt sich ständig die Frage, ob man der Aufgabe gewachsen ist und das Vessel retten kann und ob man den Mut hat, die eigenen Erinnerungen zu erwecken.
Zu Beginn wirkt alles ziellos, man sucht nach einem roten Faden. Bis man versteht, dass genau dieses Umherirren Teil des Konzepts ist. Jeder Weg führt tiefer in die Geschichte von MIO und dem, was auf dem Schiff geschehen ist. Es gibt kein richtig oder falsch, außer man steckt fest – dann war es der falsche Weg. Jeder Pfad führt zu wichtigen Knotenpunkten des Vessels, die aktiviert werden müssen. Neben normalen Gegnern warten zahlreiche Bosse, die zwar Mustern folgen, aber dennoch fordernd sind.
Der Fortschritt dient nicht nur den Kämpfen. Man findet Aufseher, schaltet Mods frei und sammelt Objekte, die sowohl spielerisch als auch erzählerisch neue Ebenen eröffnen.
Wunderschöne Erkundung, eine berührende Lore, intensive Bosskämpfe und fordernde Jump-’n’-Run-Passagen verbinden sich zu einem emotionalen Gesamtpaket. MIO: Memories in Orbit ist kein Spiel, das man nur spielt… man fühlt es.