GameMaker veröffentlicht lang ersehntes GMRT für professionelle Entwickler

GameMaker GMRT

GameMaker GMRT

Die millionenfach heruntergeladene 2D-Spiele-Engine GameMaker ist seit jeher der schnellste Weg für Entwickler und Studios, ihre Ideen in die Realität umzusetzen. Mit der Einführung der neuen GameMaker-Runtime GMRT erfüllt die Engine die Anforderungen größerer Teams, unterstützt eine breitere Vielfalt an Programmiersprachen und bietet Studios, die mehr als eine geschlossene IDE benötigen, mehr Flexibilität.

Neben GMRT bringt GameMaker mit GM-CLI eine neue Toolchain für die Befehlszeile auf den Markt, welche sowohl mit der neuen als auch mit der bestehenden Runtime kompatibel ist. Entwickler können so in der Umgebung ihrer Wahl arbeiten, ohne die IDE nutzen zu müssen. Projektdateien liegen nun im Textformat vor, lassen sich leicht bearbeiten und in Git korrekt nachverfolgen. Studios mit automatisierten Build-Prozessen können GameMaker in bestehende Systeme integrieren und damit Aufgaben automatisieren, die zuvor manuell erledigt werden mussten.

Die Veröffentlichung bringt zudem eine Sprach-Roadmap mit sich. Bis zum Jahresende sollen JavaScript, TypeScript und C# hinzukommen. Im zweiten Quartal wird der Zugriff auf den Quellcode für Desktop-, Mobil- und Webanwendungen verfügbar sein. Außerdem wird Claude Code, der KI-Entwicklerassistent von Anthropic, integriert, wodurch GameMaker zu einer der ersten Spiel-Engines mit integrierten KI-gestützten Arbeitsabläufen wird.

Bei GameMaker ging es schon immer darum, die Spieleentwicklung so zugänglich wie möglich zu machen, egal ob man sein erstes Spiel entwickelt oder sein zehntes veröffentlicht“, so Russell Kay, Head of GameMaker. „Mit GMRT stellen wir sicher, dass dies auch für größere Teams, komplexere Projekte und Entwickler gilt, die noch nie eine Zeile GML geschrieben haben. Die Engine wächst jetzt mit ihnen mit.“

KI in der Toolchain
Mit Claude Code in der CLI können Entwickler nun über Befehle in natürlicher Sprache im Terminal Projektstrukturen abfragen, Fehler aufspüren und Build-Konfigurationen verwalten. Routineaufgaben, für die früher ganze Menüs durchsucht werden mussten, lassen sich nun in Sekundenschnelle erledigen.

Quellcode verfügbar
Der GMRT-Quellcode wird im zweiten Quartal für Desktop, Mobilgeräte und das Web öffentlich verfügbar sein, sodass Entwickler direkten Einblick in die Funktionsweise der Runtime erhalten. So können sie eigene Korrekturen vornehmen, Erweiterungen mit weitaus größerer Kontrolle erstellen und selbst zur Plattform beitragen. Unternehmensnutzer erhalten zudem Zugriff auf den Quellcode der Konsolenplattform.

Weitere Sprachen
Die Skriptsprache GML von GameMaker bleibt weiterhin bestehen. GMRT ermöglicht zusätzlich die Verwendung von JavaScript, TypeScript und C# und erweitert so den Kreis der Entwickler, die ohne Umschulung einen Beitrag leisten können.

3D neu interpretiert
Dreidimensionale Grafik war schon immer Teil von GameMaker, doch GMRT eröffnet ganz neue Möglichkeiten. Entwickler können nun 3D-Modelle direkt aus Blender über glTF laden, komplexe Umgebungen mithilfe eines vollwertigen Szenengraphen verwalten und mit 3D-Mathematik arbeiten, die genau die gewünschten Ergebnisse liefern. Es handelt sich zwar nicht um eine vollwertige 3D-Engine, doch für Studios, die stilisierte oder hybride Projekte entwickeln, ist dies nun keine Notlösung mehr.

Informationen zu Veröffentlichungsterminen, der vollständigen Sprachen-Roadmap und allen weiteren Neuerungen für GameMaker in 2026 gibt es im Frühjahrs-Update.

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