Hotel Architect Review
Der pure Horror is es, wenn mer plötzlich die Gemeinsamkeite vum Buch oder Film „Zimmer 1408“ unn Hotel Architekt entdeckt. Denn beides lässt dich einfach net los. Architekt 1408 trifft es fast noch besser.
Mit Hotel Architect bekommt mer exakt das, was der Name verspricht.
Mer managt e Hotel unn baut sich Stück für Stück e kleines Imperium bis in den Himmel. Ob im gemütliche Göteborg, im frostige Sankt Anton oder im hitzige Las Vegas – jede Karte bringt eigene Größe, Temperaturen unn spezielle Freizeitangebote mit. Aufmüpfige Mitarbeiter unn sogar Geister setze dem Ganzen die Kirsche owe druff.
Beim erste Start geht’s direkt in e als Szenario getarntes Tutorial. Leider is die Tarnung ungefähr so gut wie das Tutorial selbst. Manche Beschreibunge sitze perfekt, andere lasse dich direkt zu Beginn verzweifle. Wenn mer sich mit viel Lesen unn vorschnellem Rumgeklicke durch den erste Abschnitt gekämpft hat, bekommt mer endlich e Überblick über die Hotelvorlage. Dann geht’s an erste Bauaufträge unn Erweiterunge. Danach darf mer entweder das Szenario weiterspiele oder direkt e neues Projekt starte.
Karte wie Göteborg, Santorini, Paris, Sankt Anton, New York unn Las Vegas könne nach dem erste Szenario frei gespielt werde, während die Szenarien normal nacheinander abgearbeitet werde müsse – wenn mer des will. Im freien Modus legt mer Name, Budget unn optional Cheats fest. Wichtig: Cheats schalte die Belohnunge ab. In Szenarien bekommt mer Hotel, Budget unn Aufgaben vorgegeben unn arbeitet sich strukturiert durch. Beides hat Vor- unn Nachteile. Szenarien bringen Führung, Sandbox bringt Freiheit – aber aach Verantwortung.









Richtig spannend sin die kleinen Features, die mer nach unn nach entdeckt. Jede Karte hat besondere Freizeitangebote. Las Vegas bringt Casinos, Sankt Anton Wintersport. Unn dann is da noch das Temperaturmanagement. In kalte oder heiße Regionen braucht mer Klimageräte, damit Gäste unn Mitarbeiter sich wohlfühle. Sonst passiert’s: Die Leute falle der Temperatur zum Opfer unn spuke als Geister durchs Hotel. Klingt lustig – is aber schlecht für die Bewertungen.
Bewertungen sin neben dem Geld das wichtigste Gut im Spiel. Je besser der Ruf, desto mehr Features unn Upgrades schaltet mer frei, unn desto mehr Geld fließt rein. Doch wenn alles gebaut is, jede Etage perfekt gestaltet unn die Millionen nur so rolle, kann es schnell ruhiger werde. Gut, dass es kleinere Add-ons unn geplante Erweiterunge gibt. Aber wenn selbst die erste Milliarde im Sack is, verliert das Game irgendwann an Reiz. Hotel Architekt is deshalb e starker Puffer für zwischendurch. Doch Vorsicht: Wenn mer einmal drin hängt, lässt dich „Zimmer 1408“… äh… das Spiel net mehr so schnell los. Außer natürlich, die kleinen Ruckler fange an, dir selbst wie e Geist im Nacken zu sitze – denn wachsende Kundschaft bedeutet aach mehr Belastung für die eigene Hardware.
(Hochdeutsche Variante des Hotel Architect Review’s auf Seite 2)