MIO: Memories in Orbit – Zwischen Kunst, Schmerz und Gänsehaut

MIO Memories in Orbit Review

Isch bin mit MIO: Memories in Orbit zwar noch net komplett durch, aber nach etliche Stunn kann isch in dem MIO:Memories in Orbit Review jetzt schunn sage: Des Spiel is e klassische Hass-Liebe. So wunderschön, liebevoll unn kunstvoll Grafik, Design, Musik unn die komplette Atmosphäre aach sin. Awer genau so gnadenlos is aach die Kehrseite.

Playlist folgt bald…

Mer wacht uff als MIO, e wendiger Roboter mit außergewöhnliche Fähigkeiten, die sich im Laufe der Zeit immer weiterentwickle. Man erkundet das sogenannte Vessel, e riesige technologische Arche, überwuchert vun Natur, voll mit außer Kontrolle geratene Maschinen, die als Einheiten bezeichnet werde. Niemand weiß so recht, warum die Perlen, die großen Einheiten vum Vessel, ihren Dienst eingestellt hann. Vom Rest der Welt vergessen, steht das Schiff kurz vor der kompletten Abschaltung. Unn genau do taucht mer ab, in die Tiefen, um verlorene Erinnerungen zu erwecke und dabei Schritt für Schritt die eigene Vergangenheit unn Bestimmung freizulegen. In dem Metroidvania stellt sich permanent die Frage: Werdsch dem allem gewachsen sein? Kannsch das Vessel rette? Unn trausch dich überhaupt, dei eigene Erinnerungen zu suche?

Am Anfang läuft mer scheinbar ziellos rum, sucht e roten Faden unn denkt: „Wo zum Geier muss isch hin?“ Bis mer kapiert: Genau des Is der rote Faden. Jeder Weg, den mer einschlägt, führt tiefer in die Geschichte von MIO und dem, was uff dem Schiff passiert is. Es gibt kein richtig oder falsch… AUSSER dann, wenn de irgendwo net weiterkommst, dann war’s halt doch der falsche Weg.
Jeder Pfad bringt dich zu Kernpunkten vum Vessel, die aktiviert oder erweckt werden müsse. Unn wie es sich für e Rettungsmission gehört, bleibe Kämpfe net aus. Neben normale Gegner gibt’s haufenweis Bosse, die zwar nach erkennbare Muster funktionieren, aber trotzdem ordentlich auf die Nerven und auf die Finger gehe.

Der Fortschritt is aber net nur für die Kämpfe wichtig. Man findet Aufseher, schaltet Mods frei und sammelt jede Menge Zeug, das net nur stärker macht, sondern aach immer tiefer in die Geschichte vom Schiff und seine Bewohner blicke lässt.

Die wunderschöne Natur der Erkundung trifft hier uff knuffige, fast schon melancholische Lore, gefolgt von nervenzerreißende Bosskämpfe und Jump-’n’-Run-Passagen, die gefühlt direkt an der Hardware nagen. MIO: Memories in Orbit is kein Spiel, das mer einfach nur „durchspielt“. Des is e Gefühlsachterbahn. Unn eins is sicher: Man wird es net nur spielen – man WIRD es fühlen.

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