Starship Troopers: Extermination fühlt sich schnell so an, als würde man selbst mitten im Film stehen. Man spielt nicht nur irgendeinen Statisten, sondern übernimmt praktisch die Hauptrolle – und die 15 Spieler um einen herum bilden die passende Unterstützung. Gemeinsam zieht man als Deep Space Vanguard los, um Planeten von der arachnoiden Bedrohung zu befreien. Die bekannten „Federal Network“-Einblendungen verstärken die Atmosphäre, und die pausenlosen Feuergefechte halten einen dauerhaft in Bewegung.
Trotzdem merkt man an einigen Stellen, dass das Spiel etwas plump wirkt. Aber es macht einfach Spaß. Es ist ein Spiel, bei dem man nicht viel nachdenken muss. Sondern man steigt ein, schießt sich durch Horden von Bugs und genießt das nostalgische Gefühl, besonders wenn man mit den Filmen aufgewachsen ist.
Offworld setzt bei den Klassen auf einen klaren Ansatz: neutral, gesichtslos, ganz im Sinne des klassischen „Kanonenfutters“. Trotzdem hat jede Klasse eigene Waffen und Fähigkeiten, die im Laufe der Einsätze freigeschaltet werden. Der Nachteil: je nach Modus sortieren sich die Klassen von selbst aus, weil im Kern fast alles darauf hinausläuft, große Gegnerwellen zu beseitigen.
Richtig interessant wird es, wenn man Geräte aktivieren oder Stationen verteidigen muss. Ressourcen sind knapp, Munition geht schnell aus, und der Basisbau sorgt regelmäßig für Stress.
Die verschiedenen Karten bringen Abwechslung, und die weitläufigen Gebiete lassen viel Raum für taktische Ideen. Dass die Bugs nicht despawnen, sorgt für eine besondere Dynamik: man kann die Leichenberge als Deckung nutzen oder sie per Messer entfernen.
Das Gegnerdesign bleibt den Filmen treu, und mit jedem Update kommen weitere bekannte Kreaturen hinzu. Es bleibt dem Stil der Vorlage treu, und genau das macht es reizvoll auch wenn große Trible A Titel dieses Schmuckstück untergraben.

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